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Neue Leitlinien sollen Organspende erleichtern

Berlin, 21. Juli 2009

Eine stärkere Vernetzung im Krankenhaus soll die Organspende einfacher machen.
Eine stärkere Vernetzung im Krankenhaus soll die Organspende einfacher machen.
 

Mit Hilfe neuer Leitlinien soll die Zahl der Organspender in Deutschland erhöht werden. Das teilten das Bundesministerium für Gesundheit und die Deutsche Krankenhausgesellschaft am Montag mit.

Die Leitlinien sehen unter anderem Transplantations-Beauftragte für alle Intensivstationen vor. Ziel ist es, die Akteure im Krankenhaus stärker zu vernetzen, um die Erkennung potentieller Spender und die Koordination der Organentnahme zu verbessern. Auf diese Weise sollen mögliche Organspender schneller gemeldet und die Spende erleichtert werden. Die Leitlinien wurden von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) mit dem Ministerium verabschiedet.
2008 haben 1200 Bundesbürger Organe gespendet. Ende Dezember warteten aber noch mehr als 11 000 Kranke auf ein Spenderorgan. Jährlich sterben in Deutschland etwa 1000 Patienten, weil sich kein Spender findet.
Thomas Beck, Kaufmännischer Vorstand der DSO, erklärte, es sei nicht länger zu akzeptieren, dass in jedem Jahr über tausend Menschen stürben, weil für sie kein Organ für eine rechtzeitige Transplantation zur Verfügung stehe. Angesichts der Warteliste an Patienten seien alle Beteiligten verpflichtet, „noch konsequenter als bisher zusammenzuarbeiten“.


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