Hannover, 09. Juli 2010
Befinden Sie sich aufgrund einer chronischen Erkrankung in regelmäßiger ärztlicher Behandlung? Diese Frage beantwortet fast jeder Dritte in Niedersachsen (39,8 Prozent) mit "Ja".
Im gesamten Norden (Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg) sind es 42 Prozent; Bundesweit hat fast jeder zweite die Frage bejaht (43 Prozent). Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil derjenigen, die sich selbst als chronisch krank bezeichnen, bei über zwei Drittel. Dies ist das Ergebnis einer Studie des "Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) zum Arzt-Patienten-Verhältnis.
"Auch wenn der Begriff ‚chronische Erkrankung’ bei der Befragung nicht näher definiert wurde, ist es doch sehr erstaunlich, dass sich so viele Menschen in Niedersachsen als chronisch krank bezeichnen", erklärt Ulrike Fieback, Sprecherin der TK in Niedersachsen. "Da ist es auch nicht verwunderlich, dass fast jeder zweite Versicherte einmal im Monat zum Arzt geht."
Außerdem ist auffällig, dass "Chroniker" und "Nicht-Chroniker" die Ursachen für den eigenen Gesundheitszustand zum Teil sehr unterschiedlichen Faktoren zuschreiben. Noch nicht einmal jeder Vierte, der sich als chronisch krank bezeichnet, führt körperliches Unwohlsein auf eigenes Verhalten zurück. Bei denjenigen jedoch, die sich nicht als chronisch krank betrachten, sagt gut jeder Dritte, dass die Gesundheit auch vom individuellen Lebensstil des Einzelnen abhängt. Über die Hälfte der "Chroniker" gibt sogar an, dass körperliche Beschwerden davon abhängen, ob man Glück oder Pech hat. Bei den "Nicht-Chronikern" ist es hingegen wieder nur jeder Dritte, der das Schicksal für körperliche Beschwerden verantwortlich macht.
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