Hannover, 21. März 2011

Das niedersächsische Gesundheits-Ministerium und das Landes-Gesundheitsamt haben heute einen Report zur gesundheitlichen Lage der älteren Bevölkerung in Niedersachsen vorgelegt.
Unter dem Titel „alt werden, aktiv bleiben, selbstbestimmt leben" zeigt er die Chancen und Perspektiven auf, die sich für Niedersachsen aus den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft ergeben.
„Mit dem neuen Bericht haben wir eine umfassende Bestandsaufnahme gemacht. Damit dient er zugleich auch als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Maßnahmen unserer Senioren- und Gesundheitspolitik", so Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan. Zu nennen seien beispielhaft die Themen Krankenhaushygiene oder Schutzimpfungen für ältere Menschen.
Der Bericht wurde mit zahlreichen relevanten Akteuren in Niedersachsen erstellt. So wurden etwa alle Universitäten und Kommunen kontaktiert und nach Forschungsprojekten und Angeboten gefragt, die sich gezielt an ältere Menschen richten.
Als Integrationsministerin liegen Özkan vor allem ältere Menschen mit Migrationshintergrund am Herzen. So betont sie, wie wichtig es ist, auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe bei der Pflege einzugehen. „Pflegeeinrichtungen müssen sich für Bewohner mit Migrationshintergrund öffnen“, sagt Özkan. „Eine Demenzerkrankung kann beispielweise dazu führen, dass der Bewohner zur Muttersprache zurückkehrt und plötzlich kein Deutsch mehr versteht. Für diesen Fall müsste türkisch sprechendes Personal vorhanden sein. Aber auch bei den Themen Essen und Religion spielt das eine Rolle.“
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