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Mehr Klinikaufenthalte: Essstörungen nehmen zu

Hannover/Bremen, 30. März 2010

Die Krankenhausbehandlungen wegen Essstörungen haben im vergangenen Jahr in Niedersachsen und Bremen zugenommen.
Die Krankenhausbehandlungen wegen Essstörungen haben im vergangenen Jahr in Niedersachsen und Bremen zugenommen.
 

Die Zahl der Patienten, die in Bremen und Niedersachsen wegen Bulimie, Essstörungen oder ähnlicher Diagnosen stationär behandelt werden müssen, steigt.

„Im vergangenen Jahr mussten 107 Patienten wegen Essstörungen ins Krankenhaus. Im Vorjahr waren es noch 95“, teilt Landesgeschäftsführerin Dunja Kleis mit. Darunter waren 44 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. „Die Behandlung ist komplex, teilweise dauerte der Aufenthalt in der Klinik bis zu 169 Tage“, so Kleis. Die durchschnittliche Verweildauer waren 31,6 Tage. Dabei entstanden der Solidargemeinschaft Kosten von rund 900.000 Euro.

Jedes fünfte Kind in Deutschland leidet unter den Krankheitsbildern Magersucht, Bulimie, Fressanfälle und Adipositas. Die Erkrankung an einer Essstörung gehört danach zu den häufigsten chronischen Gesundheitsproblemen im Kindes- und Jugendalter. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben genetischen Faktoren und psychischen Störungen tragen zu diesen Erkrankungen vor allem auch gesellschaftliche Einflüsse bei, die die Manipulierbarkeit des Körpers propagieren und signalisieren, dass Schönheit und Schlanksein immer mit Erfolg einhergeht.

 


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