Berlin, 17. September 2009
Da niedergelassene Mediziner, besonders in ländlichen Regionen, Probleme haben einen Nachfolger zu finden, setzt sich die Bundes-Ärztekammer für eine Lockerung des Auswahlverfahrens zum Studium ein.
Jeder fünfte studierte Mediziner ergreift doch nicht den Arztberuf, meldet die Welt online. Um die medizinische Versorgung zu sichern, will die Bundesärztekammer das Auswahlverfahren für Medizinstudenten ändern. In Zukunft solle nicht nur der Notendurchschnitt, sondern auch das soziale Engagement der Studienbewerber berücksichtigt werden.
Die Welt berichtet, nicht nur der Notendurchschnitt, sondern auch das soziale Engagement des Bewerbers – etwa ein freiwilliges Jahr im Krankenhaus – sollten künftig bei der Zulassung zum Studium berücksichtigt werden.
Jeder fünfte Mediziner entscheidet sich nach seiner Ausbildung gegen den Arztberuf und wandert in andere Tätigkeiten oder ins Ausland ab. Im Wintersemester 2009/2010 bewarben sich 37.337 Abiturienten um die 8512 Studienplätze für Medizin. Damit kamen 4,4 Bewerber auf einen Studienplatz. Ausschlaggebend für die Vergabe ist heute vor allem der Notendurchschnitt.
Auch das MDK Forum beschäftigt sich in seiner kommenden Ausgabe (erscheint Ende September) mit dem Thema Ärztemangel. Wenn Sie die kostenlose PDF-Ausgabe des Magazins erhalten wollen, senden Sie eine Email an redaktion@mdkn.de
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Maren Fritzsche und Daniel Hagelstein bilden die Ausnahme: Anders als viele ihrer Kollegen haben sie die Niederlassung auf dem Land vorgezogen. Die Medizinstudentin Maren Fritzsche wird dafür unter anderem von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen während ihres Studiums unterstützt. Hören Sie dazu einen Audio-Beitrag (Länge 4 Min. 26 Sek.).
Stand: 17. September 2009 Veröffentlicht am: 17.09.2009 Audio als Text |
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