Osnabrück, 25. Januar 2010

Unter Leitung von Prof. Ingo Füsgen, Ärztlicher Direktor an den St. Antonius-Kliniken Wuppertal, findet am Mittwoch eine Veranstaltung zur Medikationssicherheit in Pflegeeinrichtungen statt.
Etwa ein Viertel der Alten- und Pflegeheimbewohner erleidet durch die Vielzahl ihrer Arzneimittel Schädigungen, wie z.B. Magenbluten, Stürze, Verwirrtheit oder Inkontinenz. In Deutschland nehmen hoch betagte Senioren im Durchschnitt acht Medikamente ein. Nach Experteneinschätzungen ließen sich etwa 50 Prozent der Schädigungen durch Arzneimittel-Einnahmen verhindern, wenn die mitunter komplizierten Zusammenhänge zwischen den einzelnen pharmazeutischen Präparaten, dem individuellen Krankheitsbild und anderen Faktoren, wie beispielsweise der korrekten Einnahme, transparent wären.
Oft beruhen diese Probleme auf einer unzureichenden Kenntnis und Weitergabe von individualisierten Arzneimittelinformationen, sowie unklaren Verantwortlichkeiten bei der Koordination des gesamten Arzneimittelversorgungsprozesses. Auf der Veranstaltung „Qualität und Medikationssicherheit bei der Versorgung von Altenheimbewohnern“ am Mittwoch, 27. Januar 2010, werden die Anforderungen der Medikationssicherheit in Pflegeeinrichtungen erläutert und Lösungswege aufgezeigt.
In Kooperation mit den Alteneinrichtungen der St. Elisabeth Pflege GmbH (Osnabrück) wird ein Qualitätssicherungs- und Risikomanagementsystem für die Seniorenversorgung vorgestellt, das durch Optimierung der Kommunikation, der Strukturen und Prozesse kontinuierliche und messbare Verbesserungen der gesamtem Arzneimittelversorgung hervorbringt.
Vortragsnachmittag „Qualität und Medikationssicherheit bei der Versorgung von Altenheimbewohnern“, 27. Januar 2010, 15.30 bis 18 Uhr, Steigenberger Remarque Hotel Osnabrück.
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