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KKH-Allianz: Lebensmittel-Vergiftungen drastisch gestiegen

Hannover, 14. August 2009

Die Zahl der Patienten mit Lebensmittelvergiftungen hat drastisch zugenommen.
Die Zahl der Patienten mit Lebensmittelvergiftungen hat drastisch zugenommen.
 

Nach dem Fund von Giftkraut in einer Packung Rucola-Salat macht die KKH-Allianz darauf aufmerksam, dass die Zahl der Lebensmittelvergiftungen in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen ist.

Eine Auswertung der Versicherten-Daten ergab, dass sich die Zahl zwischen 2001 und 2008 bei der KKH-Allianz fast vervierfacht hat. Im Spitzenjahr 2007 waren fast 440 Menschen von einer sogenannten toxischen Gastroenteritis betroffen. Fast alle Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden, lediglich sechs Patienten konnten ambulant versorgt werden. In diesem Jahr gab es bisher 221 Fälle.
„Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass die Qualität der Lebensmittel stärker überwacht werden muss“, sagt Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze, Ärztin bei der KKH-Allianz. „Aber auch der Verbraucher selbst sollte gerade in der warmen Jahreszeit verstärkt auf Hygiene in seinem Kühlschrank achten.“ Eine Lebensmittelvergiftung wird am häufigsten durch giftige Ausscheidungen von Bakterien in verdorbenen Lebensmitteln verursacht. Auch giftige Pflanzen oder Pilze können eine toxische Gastroenteritis hervorrufen. „Die Betroffenen leiden unter Bauchkrämpfen, Erbrechen und Durchfall. Die Symptome setzen meist nach einer bis sechs Stunden ein“, erklärt die Ärztin.
„Wer unter einer Lebensmittelvergiftung leidet, muss den Flüssigkeitsverlust durch viel trinken wieder ausgleichen“, so Dr. Siegmund- Schultze. „Nur in Ausnahmefällen werden auch Antibiotika zur Bekämpfung der Bakterien eingesetzt.“ Mit einer Lebensmittelvergiftung ist nicht zu spaßen: In ganz schlimmen Fällen kann sie sogar zum Tode führen. Deshalb rät Dr. Siegmund-Schultze: „Bei Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.“ Personen, die im Lebensmittelbereich beruflich tätig sind, sind zudem verpflichtet, die Krankheit dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden.


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