Berlin, 13. Juli 2009
Mit Stipendien und der Befreiung von Studiengebühren will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) junge Ärzte auf die Dörfer locken.
Die Vergünstigungen sind daran gebunden, dass sich die Mediziner verpflichten, für fünf Jahre in der ländlichen Region zu bleiben. Die meisten Ärzte würden dann wohl auch dort bleiben. „Sie haben eine schöne Praxis, stellen fest, wie nett die Leute vor Ort sind und wer weiß vielleicht verlieben sie sich auch und gründen eine Familie“, sagte Schmidt am Montag in der Zeitung DIE WELT.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hatte vor einem Zusammenbruch der flächendeckenden ärztlichen Grundversorgung gewarnt. Vor allem bei den Hausärzten drohe wachsender Mangel. In den nächsten Jahren werden mehr als 10 000 Hausärzte das Rentenalter erreichen. Im Osten ist das Problem besonders gravierend. Das Versorgungsproblem verschärft sich dadurch, dass der Altersdurchschnitt der Bevölkerung auf dem Land noch schneller steigt als in den Metropolenregionen. Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der über 65-Jährigen in ländlichen Gebieten um 25 Prozent zunehmen.
Schmidts Idee, Ärzten die Arbeit als Landarzt schmackhaft zu machen ist nicht neu. Die Kassenärztlichen Vereinigungen in Niedersachsen und Sachsen haben entsprechende Förderungen bereits im Programm. Das MDK Magazin wird darüber in der September-Ausgabe berichten.
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