Heidelberg/Freiburg, 09. April 2009
Bei der Kommunikation zwischen Arzt und Krebs-Patienten gibt es nach Angaben der Deutschen Krebshilfe große Defizite. Eine Forschungsgruppe will mit einer Schulung die Information verbessern.
Wie die Deutsche Krebshilfe berichtet, fühlen sich onkologische Patienten nicht ausreichend informiert. Darauf reagieren die Universitäten Heidelberg und Freiburg mit einer Studie. Sie wollen prüfen, ob spezielle Schulungen und Informationsmaterialien die Kommunikation beim Onkologen verbessern können. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Projekt mit 372.000 Euro
Die Wissenschaftler wollen eine Studie speziell für Darmkrebspatienten entwickeln. Im Mittelpunkt soll dabei die gemeinsame Entscheidungsfindung stehen. „Viele Darmkrebs-Patienten wünschen sich ein Mitspracherecht bei der Entscheidung für oder gegen eine unterstützende Therapie. Sie möchten genau über Vor- und Nachteile der Behandlung informiert werden. So wird auch ihre psychische Belastung reduziert“, erklärt Professor Martin Härter, Projektleiter am Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie. „Die Realität sieht jedoch leider immer noch anders aus: Viele Krebs-Patienten fühlen sich nicht ausreichend informiert und bei der Therapiewahl zu wenig mit einbezogen.“
An der Studie nehmen 50 Onkologen und 400 Patienten teil.
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