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Ärzte diagnostizieren immer öfter Krebs

Berlin, 24. Februar 2010

Sprechstunde beim Arzt: Immer öfter erhalten Patienten die Diagnose Krebs.
Sprechstunde beim Arzt: Immer öfter erhalten Patienten die Diagnose Krebs.
 

Nahezu jede Minute wird in Deutschland in diesem Jahr eine Krebsdiagnose gestellt. Das berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag vor dem Deutschen Krebskongress in Berlin.

Das RKI geht davon aus, dass bei rund 450.000 Menschen bösartige Tumore entdeckt werden. Bei Männern ist der Prostatakrebs am häufigsten, bei Frauen Brustkrebs. Besonders die demografische Entwicklung spiele hier eine Rolle, teilte das RKI mit. Im Alter wachse das Risiko, an einem Tumor zu erkranken. Die Hochrechnungen basieren auf Zahlen aus dem Jahr 2006.
Dem Gesundheitswesen drohe eine Kostenexplosion, hieß es. So sind die Behandlungskosten bei Krebs zwischen 2002 und 2006 nach Angaben des Bundes um 28 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro im Jahr gestiegen. 

Zum ersten Mal wagt das Institut einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im laufenden Jahr. Bisher bezogen sich die Daten stets auf vergangene Jahre.





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