Berlin, 23. März 2009
Die Gesetzliche Krankenversicherung könnte schon bald von einem Milliarden-Defizit betroffen sein, berichtet „Der Spiegel“. Grund sei die Wirtschaftskrise.
Wie das Magazin am Wochenende berichtete, rechnen Mitglieder des zuständigen Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt mit Beitragsausfällen im Gesundheitsfonds bis zu zwei Milliarden Euro.
Hinzu komme, dass in den ersten Wochen des Jahres die Ausgaben der Krankenkassen schon höher waren als geplant. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könne das Defizit im Gesundheitsfonds sogar bis auf drei Milliarden Euro ansteigen, heiße es aus dem Schätzerkreis. Eine offizielle Prognose will das Gremium am Donnerstag abgeben.
Der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, Klaus Vater, wies die Darstellung mit den Worten zurück: "Es gibt kein Defizit." Bei den genannten Zahlen handele es sich um Mutmaßungen. Zugleich erinnerte er die Krankenkassen an noch immer nicht genutzte Möglichkeiten zur Ausgabenbegrenzung, etwa durch Rabattverträge für besonders teure neue Medikamente.
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