Hamburg , 12. Juli 2011
Ob unkomplizierte Blinddarm-OP, Schlaganfall-Behandlung oder aufwändige Herztransplantation - die Preise für Krankenhausbehandlungen in Deutschland unterscheiden sich regional sehr stark.
Statistisch gesehen sind die Behandlungen in Rheinland-Pfalz am teuersten, dicht gefolgt vom Saarland und Bremen, berichtet die Techniker Krankenkasse. Besonders preisgünstig behandeln die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen. Das Preisniveau lässt sich an den so genannten Landesbasisfallwerten für 2011 ablesen, die mittlerweile in allen 16 Bundesländern verhandelt und vereinbart wurden. Die Spanne reicht von rund 3.130 Euro für Rheinland-Pfalz bis 2.863 Euro für Mecklenburg-Vorpommern. Der Bundesdurchschnitt beträgt rund 2.942 Euro.
Damit liegt das Preisniveau in Rheinland-Pfalz 6,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, Mecklenburg-Vorpommern dagegen ist fast drei Prozent günstiger als der Bundesdurchschnitt.
Die Kostendynamik im Krankenhausbereich wird beim Blick auf die Gesamtausgaben deutlich: Allein 2010 beliefen sich die Krankenhausausgaben der gesetzlichen Krankenkassen auf rund 58 Milliarden Euro. Damit haben die Kassen den rund 2.100 Kliniken im vergangenen Jahr pro Tag durchschnittlich rund 159 Millionen Euro überwiesen. Im Vorjahr lagen die Krankenhausausgaben bei rund 55 Milliarden Euro.
Der Landesbasisfallwert ist die maßgebliche rechnerische Größe, die bei der Bezahlung der Krankenhausleistungen nach Fallpauschalen in jedem Bundesland zugrunde gelegt wird. Seit 2004 rechnen die Kliniken nach diagnoseorientierten Fallpauschalen (DRG) ab. Dabei gibt es feste Punktzahlen für vergleichbare Leistungen. Zuvor wurde nach der Zahl der Pflegetage abgerechnet. Im Bundesdurchschnitt steigt der Basisfallwert seit Jahren kontinuierlich an.
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