Wiesbaden, 03. September 2009
Die deutschen Kliniken entlassen ihre Patienten immer früher. 2008 betrug der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt nur 8,1 Tage – das sind knapp zwei Tage weniger als noch 2000.
Wie das Statistische Bundesamt berichtet, verkürzt sich der Krankenhausaufenthalt kontinuierlich. Die Zahl der vollstationären Patienten blieb jedoch mit 17,4 Millionen im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Trotzdem waren 2008 etwa 200.000 Patienten mehr in den Krankenhäusern als 2007.
Schlechte wirtschaftliche Lage
Eine Umfrage unter 200 Geschäftsführern und Leitern des Bereichs Buchhaltung/Controlling in deutschen Krankenhäusern zeigte eine schlechte wirtschaftliche Lage der Kliniken auf. Jedes zweite Krankenhaus stünde demnach aktuell vor einem Haushaltsdefizit, das künftig sogar weiter wachsen wird. Ein Grund dafür seien die steigenden Kosten für das Fachpersonal, äußerten die Befragten.
In Deutschland gibt es zurzeit 2.067 Kliniken, das sind 20 weniger als noch vor zwei Jahren. 2008 beschäftigten die Krankenhäuser 804.000 Vollzeitkräfte, das sind 12.000 Stellen mehr als in 2007.
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