Berlin, 14. April 2009
Verstärkt durch den Konjunkturabschwung rechnen Experten mit einen Einnahmeverlust des Gesundheitsfonds von rund 1,5 Milliarden Euro.
Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz, hielt dies in einem dpa-Interview für eine „konservative“ Schätzung.
Auch die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, die Finanz- und Wirtschaftskrise gehe nicht spurlos an der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorüber. "Sicher ist, dass Einnahmeausfälle in diesem Jahr vom Bund kompensiert werden", erläuterte Pfeiffer. Ein Darlehen aus Steuermitteln müssten die Kassen aber 2011 zurückzahlen. Das Bundesgesundheitsministerium forderte die Krankenkassen zu strengerer Ausgabenkontrolle auf. Die Kassen hätten zahlreiche Instrumente zur Verfügung, die Versorgung effizienter zu gestalten, die Qualität zu verbessern, Überversorgung abzubauen und die Kosten in den Griff zu bekommen, erklärte ein Ministeriumssprecher am Montag.
Der Schätzerkreis von Kassen, Bundesregierung und Bundesversicherungsamt will Ende April eine neue Prognose zu den erwarteten Einnahmen des Gesundheitsfonds vornehmen. Das Bundesversicherungsamt rechnet einem Bericht des Handelsblattes zufolge, dass etwa 20 Krankenkassen in wenigen Monaten Zusatzbeiträge erheben müssen.
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