Berlin, 22. Januar 2009
Mit einer millionenschweren Initiative soll die Kinderlähmung weltweit endgültig besiegt werden. Auch Deutschland beteiligt sich mit 100 Millionen Euro.
Obwohl die Anzahl der mit Kinderlähmung Infizierten nach Einführung der Polio-Impfung stark zurückgegangen ist, wurden 2008 wieder mehr Menschen infiziert. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung hat sich deshalb mit der deutschen und britischen Regierung zusammengetan und will insgesamt 500 Millionen Euro in den Kampf gegen die Virus-Krankheit investieren. Mit dem Geld sollen vor allem die Impf-Kampagnen in den gefährdeten Ländern und die Impfstoffforschung unterstützt werden.
Betroffen sind vor allem Indien, Nigeria, Pakistan und Afghanistan. Nachdem noch Mitte der fünfziger Jahre eine halbe Million Menschen mit dem Virus infiziert waren, ist die Anzahl einige Jahre später stark zurückgegangen. 1955 wurde die Polio-Schluck-Impfung entwickelt, woraufhin weltweit flächendeckend geimpft wurde. In Deutschland wurde 1998 der letzte Kinderlähmungs-Fall gemeldet. 2002 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa offiziell für Polio-frei.
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