Hamburg, 12. Januar 2009
Zehntausende von Kindern in Deutschland sind offenbar nicht ausreichend krankenversichert. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Spitzenvertreter der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Grund dafür sei eine Regelungslücke in der Gesundheitsreform. Viele Geringverdiener könnten ihre Krankenkassenbeiträge nicht rechtzeitig bezahlen, wovon auch die Familienangehörigen betroffen wären. Sie hätten in diesem Fall keinen Anspruch auf eine Behandlung im Krankheitsfall. Allein die Versorgung in Notfällen und die Behandlung bei akuten und schmerzhaften Erkrankungen seien dann noch gewährleistet.
Entstanden sei die Regelungslücke durch eine Maßnahme, mit der die Große Koalition eigentlich die Zahl der Nichtversicherten verringern wollte. Sie führte jedoch dazu, dass viele der Neuversicherten ihre Beiträge monatelang nicht zahlten. In solchen Fällen schreibt das Gesetz den Krankenkassen vor, dass sie nur die Minimalversorgung bezahlen dürfen.
Vertreter der Krankenkassen fordern nun eine Änderung der Gesetze zugunsten der betroffenen Kinder.
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