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Ärzte verschreiben Kindern und Jugendlichen weniger Antibiotika

Hannover, 07. Oktober 2009

Kinder und Jugendliche erhalten weniger Antibiotika von ihren Ärzten.
Kinder und Jugendliche erhalten weniger Antibiotika von ihren Ärzten.
 

Ärzte haben Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren weniger Antibiotika verschrieben. Das hat eine aktuelle Versichertenanalyse der KKH-Allianz zum ergeben.

Demnach ist der Verbrauch der verordneten Packungen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren von 2005 zu 2008 um 16 Prozent gesunken. „Diese Entwicklung ist erfreulich und zeigt, dass bei den Ärzten ein Umdenken stattgefunden hat“, sagt Dr. Peter Moormann, Apotheker bei der KKH-Allianz.
In der Vergangenheit hatten Experten immer wieder kritisiert, dass Kinder zu oft und zu viele Antibiotika erhielten. Hinzu kommt, dass bei den überwiegend viral bedingten Infektionen der oberen Atemwege Antibiotika eigentlich wirkungslos sind. „Mit der häufigen Einnahme von Antibiotika steigt zudem die Gefahr, dass Bakterien Resistenzen bilden. Bei späteren Erkrankungen kann dies zur Folge haben, dass ein Antibiotikum nur schwach oder gar nicht mehr wirkt“, erklärt Dr. Moormann. Daher sollten Ärzte jeden nicht notwendigen Antibiotika-Einsatz vermeiden und das Konzept der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) zur nachhaltigen Reduktion von Antibiotika-Resistenzen unterstützen.
Rund 235.000 Packungen Antibiotika wurden im vergangenen Jahr an KKH-Allianz versicherte Kinder und Jugendliche in öffentlichen Apotheken abgegeben. Damit sind Antibiotika nach den klassischen Erkältungsmitteln wie Nasensprays und Hustensäften die am meisten verordneten Arzneimittel für Kinder und Jugendliche.


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