München, 03. August 2009
In Zukunft müssen Bewohner eines Hospizes keine Zuzahlung mehr leisten. Das sieht eine Gesetzesänderung vor, die zum 1. August in Kraft getreten ist.
Der Eigenanteil konnte zuvor bis zu 90 Euro am Tag hoch sein. Wegen komplizierter Abrechnungssysteme war die genaue Höhe für Patienten oft nicht abschätzbar.
Die Hospize erhalten nun Mehr Geld von den Krankenkassen, um die Kosten abzudecken. Laut Deutscher Hospiz Stiftung steigt der Zuschuss pro Tag und Patient von 151 Euro auf 176 Euro.
Die Hospizbewegung spricht nun von einem Durchbruch: Endlich sei die Betreuung schwerst- und sterbenskranker Menschen auf eine solide Basis gestellt, sagte die Vorsitzende des Hospiz-Verbandes, Birgit Weihrauch. Der Vorstand der Hospiz-Stiftung, Eugen Brysch, lobte die Gesetzesänderung zwar auch, gab aber gleichzeitig zu bedenken: „Nur sehr wenige Menschen profitieren davon.“ 2008 hätten nur 2,3 Prozent der Sterbenden ihre letzten Tage in einem Hospiz verbringen können, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
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