Mannheim, 17. April 2009
Verbesserungen der Herz-Kreislauf-Medizin haben zu einer geringeren Sterblichkeit durch Herzinfarkte geführt, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK).
Im Vorfeld der DGK-Jahrestagung in Mannheim spricht der Präsident der Gesellschaft, Gerd Heusch, von einer geringeren Sterblichkeit: „In Deutschland stieg die Lebenserwartung zwischen 1980 und 2002 bei Männern um 5,75 Jahre, die Senkung der Sterblichkeit an Herz- und Kreislauferkrankungen hatte mit 2,62 Jahren den Löwenanteil an diesem Gewinn“, so Heusch. Die Zahlen für Frauen seien vergleichbar. Die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus ging zwischen 1998 und 2004 bei Frauen von 22 auf 13 Prozent, und bei Männern von zwölf auf sieben Prozent zurück.
Trotz der Fortschritte beklagt die DGK eine chronische Unterfinanzierung: „Während der Gewinn an Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt beträchtlich ist, werden für kardiovaskuläre Forschung in Deutschland nur 155 Millionen Euro pro Jahr aus öffentlichen Mitteln aufgewandt“, so Heusch.
Studie zeigt regionale Unterschiede auf
Eine Studie der DGK verzeichnet deutliche regionale Unterschiede der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland. In Baden-Württemberg ist die Sterblichkeit am niedrigsten, in Mecklenburg-Vorpommern ist die Sterblichkeit dagegen doppelt so hoch, so die Studie. Generell verläuft das Gefälle vom Nordosten zum Südwesten Deutschlands, zeigt die Untersuchung des Berliner Wissenschaftlers Stefan N. Willich.
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