Berlin, 21. September 2009
Rund 52,6 Mrd. Euro gaben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2008 für die stationäre Versorgung aus – Tendenz seit Jahren steigend.
Die GKV vergütete insgesamt im vergangen Jahr 15,678 Millionen Krankenhausfälle. Wie der GKV-Spitzenverband mitteilt, wendeten die Krankenkassen im Jahresdurchschnitt 2008 pro Tag ca. 144 Mio. Euro für die Krankenhausbehandlung ihrer Versicherten auf.
Kleinere Eingriffe - wie zum Beispiel die operative Behandlung eines Leistenbruchs mit einem nur kurzen Aufenthalt im Krankenhaus - gehören ebenso zum Spektrum wie schwierige Herzoperationen oder Transplantationen, die längere Krankenhausaufenthalte zur Folge haben und schon mal Beträge bis zu 193.200 Euro für eine Langzeitbeatmung mit Transplantation verschlingen können. Im Jahresdurchschnitt finanzierte die GKV im vergangenen Jahr 42.954 Krankenhausfälle pro Tag.
Deutlicher wird die Dimension durch den Blick auf einen einzelnen Krankenhaustag. Greift man den 22. September 2008 heraus, so wurden morgen vor einem Jahr beispielsweise 2.275 Geburten, 1.557 Knie- und Hüftprothesenoperationen, 446 Blinddarmentfernungen, 4 Nierentransplantationen und 5 Lebertransplantationen durchgeführt und von den Krankenkassen bezahlt. Insgesamt gab es am 22. September 2008 genau 41.206 Krankenhausfälle.
Der Trend der Verkürzung der Krankenhausaufenthalte setzt sich fort. Verbrachte ein Patient im Durchschnitt vor zehn Jahren noch 10,3 Tage im Krankenhaus, so waren es 2008 nur noch 8,1 Tage, sodass die Patienten das Krankenhaus im Schnitt mehr als zwei Tage früher verlassen können.
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