Berlin, 04. März 2009
Die Zahl der Drogentoten ist 2008 erneut angestiegen und befindet sich mit 1.449 auf dem Höchststand seit fünf Jahren. Das berichtete die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing.
Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl derer, die am Konsum illegaler Drogen gestorben ist, um 3,9 Prozent angestiegen. Die Ursachen seien noch nicht geklärt und sehr schwer nachzuvollziehen, sagte Bätzing. Auffällig sei jedoch, dass die Zahl der älteren Drogentoten steige. Mehr als 70 Prozent der Verstorbenen waren über 30 Jahre alt.
In den meisten Fällen starben die Konsumenten aus einer gefährlichen Mischung aus Heroin und Tabletten, rund die Hälfte der Drogentoten habe drei oder mehr Substanzen gleichzeitig eingenommen, berichtete Bätzing. Hinzukommen zehn Prozent Selbstmorde als indirekte Folge des Heroinkonsums.
Der Trend gehe allerdings weg vom Heroin zu den Lifestyldrogen wie Amphetamine, Ecstasy oder Kokain. Auch für das kommende Jahr sei mit einem Anstieg der Drogentoten zu rechnen.
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