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Koma-Saufen weiter auf dem Vormarsch

Berlin, 05. August 2009

Viele Jugendliche fürchten weder den Kater noch den Aufenthalt im Krankenhaus.
Viele Jugendliche fürchten weder den Kater noch den Aufenthalt im Krankenhaus.
 

Immer mehr Jugendliche müssen wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus und lassen sich auch vom Krankenhausaufenthalt nicht abschrecken. Das zeigen jetzt die Zahlen der Gmünder Ersatzkasse GEK.

Bereits im Januar gab die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD) die Zahl des Statistischen Bundesamts bekannt: 23.165 Personen zwischen zehn und 20 Jahren landeten 2007 aufgrund ihres Alkoholkonsums in der Klinik. Das sind mehr als 63 pro Tag. Im vergangenen Jahr auf 10.000 Versicherte gerechnet 37 Mädchen und 52 Jungen. Obwohl die Daten nicht direkt vergleichbar sind, sieht die Bundesregierung einen Hinweis auf den weiteren Anstieg.

Übelkeit infolge des Koma-Trinkens wirkt kaum abschreckend. In einer Umfrage gaben rund 17 Prozent der Interviewten an, nach einem Klinikaufenthalt genauso weiterzumachen oder sogar mehr zu trinken.
GEK-Chef Rolf-Ulrich Schlenker forderte eine nationale Aufklärungskampagne unter Beteiligung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der GKV-Spitzenverband unterstützte einen konzertierten Vorstoß. Vorbeugung sei eine der wichtigen Zukunftsaufgaben - nicht nur für die GKV, sondern auch für Politik und Ärzte. «Maßnahmen, die Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen und umsetzen, gehen daher in die richtige Richtung», sagte Verbandssprecherin Ann Marini der Deutschen Presse- Agentur dpa. Auch die Drogenbeauftragte der Unionsfraktion, Maria Eichhorn (CSU), verlangte eine konsequente Umsetzung vorbeugender Maßnahmen im gesamten Bundesgebiet.


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