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Erste Pflegenoten aus Niedersachsen im Internet

Hannover, 18. Dezember 2009

Noten der Pflegequalität im Internet: Eine Pflegefachkraft betreut eine Heimbewohnerin im Rollstuhl
Noten der Pflegequalität im Internet: Eine Pflegefachkraft betreut eine Heimbewohnerin im Rollstuhl
 

Die ersten Noten für niedersächsische Pflegeeinrichtungen sind ab sofort im Internet nachzulesen. Es handelt sich um Bewertungen von insgesamt acht Heimen.

Zum Beispiel auf der Internetseite http://www.pflegelotse.de/ sind erste Ergebnisse einzusehen. Dort können Versicherte gezielt nach „Einrichtungen mit Transparenzbericht“ im Umkreis des eigenen Wohnortes suchen. „Die Veröffentlichungen sind ein wichtiger Schritt zu mehr Kundensouveränität in der Pflege“, sagte der Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek)
Jörg Niemann. Die AOK bietet die Informationen unter http://www.aok-pflegenavigator.de/ an.

Die bewerteten Heime gehören zu den ersten 200 Einrichtungen in Niedersachsen, die nach den neuen Richtlinien im Zeitraum Juli bis September 2009 geprüft worden sind. Die Ersatzkassen werden ihre Internet- Datenbank nun Woche für Woche erweitern. Vdek Landeschef Niemann kündigte an, eine Bewertung der Ergebnisse vorzunehmen, wenn ein signifikanter Teil der landesweiten Noten im Internet zur Verfügung steht. Die Ersatzkassen setzen darauf, dass die Veröffentlichungen auch Impulse für eine bessere Qualität geben. „Gut bewertete Einrichtungen werden bestätigt und können sich positiv gegenüber den Kunden darstellen. Bei schlechten Ergebnissen gibt es einen zusätzlichen Anreiz für die Betreiber, etwas zu tun. Auch die Kassen werden diese problematischen Einrichtungen im Auge haben“, sagte Niemann.

In Niedersachsen prüft der Medizinische Dienst (MDK) bis Ende 2010 mehr als 1300 Heime. Die Gesamtnote setzt sich aus 64 Einzelkriterien in vier Bereichen zusammen. Pflege und medizinische Betreuung bilden naturgemäß den Schwerpunkt. Hinzu kommen der Umgang mit demenzkranken Bewohnern, die soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie der Gesamtbereich Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene. „Interessant ist zum Beispiel auch, ob das Pflegepersonal eines Hauses eigens darin geschult ist, Stürzen oder Wundliegen bei den Bewohnern vorzubeugen. Auch darüber gibt unser Pflegeheim-Navigator Aufschluss“, so Klaus Altmann, Pressesprecher der AOK Niedersachsen. Jedes Heim kann „seinen“ Transparenzbericht vor der Veröffentlichung um Daten ergänzen oder die Ergebnisse kommentieren. Die Schlussprüfung liegt allerdings bei den Verbänden der Pflegekassen. Wenn sie erfolgt ist, kann der Bericht im Internet und anderen Medien erscheinen.

Einrichtungen aus Niedersachsen mit veröffentlichtem Transparenzbericht,

26133 Oldenburg
26655 Westerstede
26721 Emden
29227 Celle
37073 Göttingen
38536 Meinersen
49401 Damme
49624 Löningen

Stand 17.Dezember 2009


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