Hannover, 15. Dezember 2009
Ein erster Schritt in Richtung Fusion von AOK und IKK Niedersachsen ist getan: In seiner heutigen Sitzung beschloss der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen die Aufnahme von Fusionsgesprächen.
Eine Fusion würde rund 2,14 Millionen AOK-Versicherte und 285.000 IKK-Versicherte zusammenbringen. Beide Partner sind traditionell in Niedersachsen verwurzelt. Nach einer Fusion planen die Kassen, das Service- und Leistungsangebot für die Versicherten weiter auszubauen. Mit innovativen Gesundheitsprojekten wollen die Partner auch die medizinische Versorgung auf der Ebene des Landes und der Regionen stärker mitgestalten.
Betriebsbedingte Entlassungen soll es durch den Zusammenschluss nicht geben.
Kein Zusatzbeitrag nötig
Die AOK Niedersachsen erwartet für das laufende Jahr einen Überschuss von 69 Millionen Euro. Damit braucht sie im Gesamtjahr 2010 keinen Zusatzbeitrag zu erheben, teilte der Verwaltungsrat heute in Hannover nach der Verabschiedung des Haushalts mit.
Der Anstieg der Leistungsausgaben um voraussichtlich 7,7 Prozent pro Mitglied habe durch eine sachgerechte Steuerung der Ausgaben, etwa in Form von Arzneimittel-Rabattverträgen, aufgefangen werden können. Ein erheblicher Anteil des Ausgabenzuwachses ging allein auf die höheren Arzthonorare zurück: Sie stiegen im Vergleich zu 2008 pro Mitglied um 26 Prozent (absolut: um 187 Millionen Euro auf 905 Millionen Euro). Die Ausgaben für Krankenhaus-Behandlung zogen um 105 Millionen Euro oder 5,9 Prozent je Mitglied an. Mit 1,95 Milliarden Euro ist dies der größte Einzelposten im Haushalt. Er umfasst 2010 ein Gesamtvolumen von 5,834 Milliarden Euro in der Krankenversicherung und 999 Millionen Euro in der Pflegeversicherung.
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