(19.11.2003)
Ist das Volk wirklich so krank, wie die Häufigkeit von Meldungen darauf hinzudeuten scheint? Bereichte häufen sich, dass bestimmte Erkrankungen viel höher seien als allgemein angenommen. Wenn das so ist, weche Konsquenzen sind damit verbunden? Diesen und anderen Fragen geht das Experten-Forum des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. am 3. Dezember 2003 in Berlin nach.
Experten gehen davon aus, dass zum Beispiel Diabetes (Typ 2) mindestens doppelt so hoch verbreitet ist wie zurzeit bekannt eingeschätzt. Depressive Erkrankungen und Angststörungen werden angeblich in der allgemeinmedizinischen Praxis erheblich unterschätzt und aus einer neueren Untersuchung geht hervor, dass fast 30 Prozent der untersuchten Teilnehmer sonografisch sichtbare Veränderungen der Schilddrüse haben.
Das Expertenforum greift unter anderem die Frage auf, ob solche Mitteilungen primär auf Versorgungsdefizite im Sinne einer Unterversorgung nicht erkannter Patienten hindeuten oder ob sie aus methodischer oder aus medizinischer Sicht anders beurteilt werden müssen. Ansprüche, die aus der Verbreitung dieser Befunde abgeleitet werden, sind einer sorgfältigen medizinischen Bewertung zu unterziehen.
Das Expertenforum soll den momentanen Kenntnisstand skizzieren, das Bewusstsein für eine Relevanzbewertung schärfen sowie Aktivitäten, die neue Leistungsbereiche ohne ausreichende Grundlage etablieren wollen, entgegenwirken.
Schriftliche Anmeldung bis spätestens zum 19. November 2003 an
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V.
z. H. Frau Wozniak
Lützowstrasse 53
45141
Email: s.wozniak@mds-ev.de
Download: Expertenforum_Dez03_211003.pdf (0,02 MB)
Mediathek
26. Januar 2012
Allergiefrei durch Leben auf dem Bauernhof
26. Januar 2012
Geburtsort Straßenecke
News 
24. April 2012
Qualitätsfortschritte in der Pflege
10. April 2012
Gesundheitsausgaben 2010 auf rund 287 Milliarden Euro gestiegen
27. März 2012
Neuer Pflegebedürftigkeits-Begriff gefordert
Suchen Sie den Medizinischen Dienst eines bestimmten Bundeslandes, wählen Sie bitte aus: