Essen/Hannover, 09. Februar 2007
Rund 1,3 Millionen Begutachtungen haben die Medizinischen Dienste 2005 bundesweit für die Pflegeversicherung durchgeführt. Auf Niedersachsen entfielen davon 142.236 Gutachten.
Weitere Zahlen und Ergebnisse der Pflegebegutachtung des MDK Niedersachen finden Sie in der Rubrik „Kranken- und Pflegekassen/Pflegebegutachtung“.
Aus dem bundesweiten Pflegebericht 2005 geht hervor, dass Pflegebedürftige der Pflegestufe I häufig an chronischen Erkrankungen leiden. Modellrechnungen des Pflegeberichts zeigen, dass es unter den Pflegebedürftigen der Stufe I eine große Zahl von Menschen gibt, deren Hilfebedarf sich in leistungsrechtlicher Hinsicht nicht oder nur sehr langsam verändert und die zudem für eine relativ lange Dauer Pflegeleistungen beziehen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Versicherte mit bestimmten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems handeln oder um solche mit leichteren Schlaganfällen und mittleren Einschränkungen in der Handlungskompetenz. Die steigende Zahl erklärt sich daraus, dass in jedem Jahr mehr Menschen neu in die Pflegestufe I kommen, als aus der Pflegestufe I aufgrund von steigendem Hilfebedarf oder aufgrund von Todesfällen ausscheiden. Aber es ist auch möglich, dass der Hilfebedarf sinkt: Aus den Ergebnissen der Folgebegutachtungen des Medizinischen Dienstes ist bekannt, dass ein Rückgang des Hilfebedarfs erreichbar ist. Pro Jahr scheiden sogar 20.000 Versicherte aus dem Leistungsbezug aus.
Der MDK prüft seit 1995 im Auftrag der Pflegekassen, ob die Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit gemäß dem SGB XI vorliegen. Seither haben die Medizinischen Dienste bundesweit knapp 15 Millionen Begutachtungen für die Pflegeversicherung durchgeführt.
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