Hannover, 02. April 2012
Am 16. Januar 2012 hat die Bundesregierung den Entwurf eines Patientenrechtegesetzes vorgelegt. Er beschäftigt sich unter anderem mit den Rechten des Patienten bei Behandlungsfehlern.
Zum ersten Mal sollen nun die Rechte, die zuvor teilweise nur durch Rechtsprechung einzelner Fälle erarbeitet wurden, in einem Gesetz zusammengefasst werden. Während sich die Koalition mit dem Ergebnis zufrieden zeigt, wird aus verschiedenen Lagern Kritik laut. Besonders bei Behandlungsfehler-Fällen würden es Patienten durch das Gesetz nicht leichter haben, ihr Recht einzufordern, wie es angekündigt wurde. MDK Forum fasst die Inhalte des Entwurfs zusammen, zeigt die Meinungen dazu auf und stellt dar, was die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung auf dem Gebiet der Behandlungsfehler leisten.
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Individuelle Gesundheitsleistungen auf dem Prüfstand
Etwa 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr machen niedergelassene Ärzte mit sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Diese Leistungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung vergütet, sondern müssen von den Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden. Ob die Leistungen sinnvoll sind oder nicht, kann der Patient meist nicht bewerten. Um den Patienten eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, hat der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen den „IGeL-Monitor“ entwickelt. Auf dem Internetportal werden nach und nach die IGeL-Leistungen erläutert und eine wissenschaftlich fundierte Bewertung über ihren Nutzen gegeben.
Kein Herrenbesuch bleibt unentdeckt
Günstiger Wohnraum ist bei Studenten bekanntlich heiß begehrt. Diesen finden die Studenten seit einiger Zeit sogar in Senioreneinrichtungen. Die Heime bieten freie Zimmer zu vergünstigten Preisen an, wenn sich die jungen Bewohner im Gegenzug ehrenamtlich einbringen. So kommt „frischer Wind“ in die Einrichtung und die Generationen profitieren voneinander. Seit September 2011 wohnen im Eilenriedestift in Hannover 15 Studenten, die bei den älteren Bewohnern viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Pest und Cholera in neuem Licht
Epidemien wie Pest und Cholera waren in der Menschheitsgeschichte für den Tod von ganzen Bevölkerungen verantwortlich. Waren die Pandemien einmal ausgebrochen, war im Grunde niemand davor sicher. Einige Menschen schienen jedoch immun gegen die Seuchen. Grund dafür könnte eine genetische Veränderung gewesen sein. Diese wird nun von Wissenschaftlern vom Institut für Anthropologie der Universität Mainz untersucht. Dazu dienen Jahrhunderte alte Skelette.
Die PDF-Version des MDK Forum können Sie unter redaktion@mdkn.de anfordern. Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Verteiler auf.
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