Hannover, 25. März 2010
Komplett neu designt ist jetzt die neue Ausgabe des MDK Forum erschienen. Der Schwerpunkt widmet sich den Unterschieden bei der medizinischen Versorgung von Frauen und Männern - "XY ungelöst".
Der medizinische Unterschied zwischen Frauen und Männern wurde lange Zeit außen vor gelassen. So widmete sich die Forschung beispielsweise viele Jahre vorrangig dem männlichen Geschlecht. Mittlerweile hat man erkannt, dass das Geschlecht des Patienten in vielen Bereichen der Medizin eine große Rolle spielt. „Der Herzinfarkt einer Frau wird mit größerer Wahrscheinlichkeit übersehen als der eines Mannes“, sagt Prof. Vera Regitz-Zagrosek. Die Kardiologin ist Leiterin des ersten deutschen Instituts für Geschlechterforschung an der Berliner Charité. Wir sprachen mit ihr über Erkenntnisse der Geschlechterforschung und den Transfer geschlechterspezifischen Wissens in die medizinische Versorgungspraxis.
Auch bei der Arzneimitteltherapie spielt der „kleine Unterschied“ eine große Rolle. Da die sogenannten „unerwünschten Arzneimittelwirkungen“ hauptsächlich mit männlichen Testpersonen erprobt wurden, haben Frauen öfter an Nebenwirkungen zu leiden.
Weitere Themen:
Interview mit der niedersächsischen Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann
Zu 1. Januar 2010 hat Niedersachsen den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern übernommen. Im Interview äußert sich die niedersächsische Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) zu Themen wie dem Zusatzbeitrag der Krankenkassen, dem Hausärzte-Mangel und der pädiatrischen Palliativversorgung.
Chirurgen operieren Diabetes Typ 2 weg
Für viele schwergewichtige Patienten ist eine Operation am Magen-Darm-Trakt, wie zum Beispiel dem Magenbypass oder der Verkleinerung des Magens, der letzte Ausweg aus der Fettleibigkeit. Chirurgen haben jetzt festgestellt, dass sich mit diesen Operationen auch der Diabetes Typ 2 bekämpfen lässt. Obwohl diese Therapie in vielen Fällen erfolgreich ist, gilt sie in Deutschland noch als umstritten. Verlässliche Studien gibt es dazu noch nicht.
Der Rockdoc
Stars wie U2, Sting, Bryan Adams und Madonna gehörten zu seinen Patienten: Jahrelang hat Prof. Leo Latsch bei Konzerten und Festivals als Bereitschaftsarzt gearbeitet. Dabei hat der Anästhesist und Notfallmediziner die ganze Bandbreite des Musik-Business erlebt: Von kleinen „Wehwehchen“ bis hin zu schwerem Alkohol- und Drogenkonsum.
Die PDF-Version des MDK Forum können Sie unter redaktion@mdkn.de anfordern. Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Verteiler auf.
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